An einer Abdachung des Ebersberges ist ein kleiner Moorfleck; aus diesem kommen, vornehmlich zur Adventszeit und in den zwölf Nächten, große gespenstige Feuermänner, mit Wehr und Waffen, die so heftig mit einander kämpfen, daß man in den nahen Höfen, welche am Fuß des Berges liegen, deutlich das Schwertgeklirr vernimmt. Dieser Kampf dauert vom Einbruch der Nacht bis tief in dieselbe, ja oft bis zur Morgendämmerung und bis zum Hahnenschrei. Gewöhnlich ziehen sich die streitenden Flammengestalten allmählig bis zur Ruine Ebersberg und den zerfallenen Thürmen hinauf, wo sie endlich, immer heftiger fechtend, in dem einen offenstehenden Thurme mit fürchterlichem Geprassel verschwinden. Die Umwohner sagen, daß es die noch unerlösten Geister der in jenen wilden Kämpfen um die Burg, und bei deren Vertheidigung, erschlagenen und gefallenen Ritter seien.