Joseph von Eichendorff
Der Umkehrende
Es wandelt was wir schauen,
Tag sinkt ins Abendrot,
die Lust hat eignes Grauen,
und alles hat den Tod.
Ins Leben schleicht das Leiden
Sich heimlich wie ein Dieb,
wir alle müssen scheiden
von allem was uns lieb.
Was gäb es doch auf Erden,
wer hielt den Jammer aus,
wer möchte geboren werden,
hieltst du nicht droben haus!
Du bists, der , was wir bauen,
mild über uns zerbricht,
daß wir den Himmel schauen
darum so klag ich nicht.