Johann Heinrich Pestalozzi

Das hohe Roß und der Zwerg

Ein Zwerg wollte hoch scheinen; dafür setzte er sich auf das höchste Roß, das im Lande war. Ein Bauer, der ihn antraf, glaubte, es sitze ein Kind auf diesem Rosse und sagte zu ihm: »Du hast gewiß keinen Vater daheim, daß man dich auf das höchste Roß setzt. Komm, ich will dir herunterhelfen; du könntest sonst zu Tode fallen.«

Man denke sich jetzt die Augen des Zwergs, aber auch das Lachen des Bauers, da er sah und erkannte, wen er vor sich hatte.